Psycholog:innen haben Psychologie studiert – eine wissenschaftliche Ausbildung, die sich mit dem Verhalten, Denken und Fühlen von Menschen befasst. Das Studium dauert mindestens fünf Jahre und wird an einer Universität absolviert.
Nach dem Abschluss können Psycholog:innen in verschiedenen Bereichen arbeiten, etwa in Personalabteilungen, Schulen, in der Forschung oder im Coaching. Um jedoch psychotherapeutisch tätig zu sein, ist eine zusätzliche Weiterbildung erforderlich.
Um als psychologische:r Psychotherapeut:in arbeiten zu dürfen, müssen Psycholog:innen seit 2022 eine fünfjährige Weiterbildung absolvieren. Diese umfasst theoretische Ausbildung, praktische Tätigkeit und eine Abschlussprüfung. Nach erfolgreicher Prüfung erhalten sie die Approbation oder Berufserlaubnis.
Im Gegensatz zu Psychiater:innen sind Psycholog:innen keine Ärzt:innen. Sie dürfen keine Medikamente verschreiben und keine körperlichen Untersuchungen durchführen. Ihre Behandlung basiert auf Gesprächstherapie und psychologischen Methoden wie Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierter Therapie oder analytischer Therapie.
Psychologische Psychotherapeut:innen behandeln Depressionen, Angststörungen, Zwangsstörungen, Essstörungen, psychosomatische Erkrankungen und viele weitere psychische Beschwerden. Häufig arbeiten sie eng mit Psychiater:innen zusammen, die bei Bedarf die medikamentöse Behandlung übernehmen.
Wenn ein:e Psycholog:in eine Kassenzulassung hat und die entsprechenden Methoden erlernt, die von den Krankenkassen anerkannt sind, kann eine Psychotherapie abgerechnet werden. Die Wartezeiten für einen Therapieplatz können jedoch lang sein, da der Bedarf groß ist.
Ob jemand ein guter Therapeut ist, hängt nicht allein von der Ausbildung ab. Wichtig ist die menschliche Chemie zwischen Patient:in und Therapeut:in – der Kontakt, der zwischen ihnen entsteht, ist entscheidend für den Therapieerfolg.